Wie bist du auf den Plot gekommen?
Mary Deumler (Hier im Text als M gekennzeichnet) ist selbst Autorin im Selfpublishing. Sie hat in London einiges übers Kreative Schreiben gelernt und hat in Engelntorf den Schreibklub „Flotte Feder“ gegründet. Nun fragt sie mich in diesem Interview ein wenig darüber aus, was ich mir bei dieser Geschichte so gedacht habe.
M:Wolltest du von Anfang an eine Cosy-Crime-Geschichte schreiben? – Nein, ich wollte zunächst einmal eine Geschichte über Menschen im Pflegeheim und über Menschen, die einen Schreibklub gründen schreiben.
M:Was war der Auslöser? – Ich arbeite selbst in einem Pflegeheim und beobachtete eine Dame, die genervt über etwas auf dem Boden liegendes gestiegen ist. Da dachte ich, was wäre wenn…?
M: Wann war das? – Das war schon 2007. Oh, wie die Zeit vergeht.
Charakterentwicklung
M: Wie bist du auf die Charaktere gekommen? – Ich habe mich schon an den ein oder anderen Menschen in meiner Umgebung erinnert, aber nicht kopiert. Ich schwör. Ich musste natürlich darauf achten, dass ich keine Stereotype entwickle. Und hoffe, dass mir das gelungen ist.
M: Der Klub ist nicht sehr groß. Warum? – Tatsächlich war der Klub anfangs sehr sehr groß und ich merkte, da kommt niemand mit, die vielen Namen merkt sich niemand, nicht mal ich. Darum ließ ich davon ab und gründete den Klub ganz neu. Nein, du natürlich, Mary.
M: Aber ich war immer schon da? Du warst immer schon da aber viel zu blass und flach, erst spät merkte ich, dass meine Protagonistin kämpfen muss, was Besonderes sein muss und auch mal gegen Regeln verstoßen sollte.
M: Ich werde rot. – Sorry. Die anderen Charaktere wurden nämlich zu stark und wollten dir den Rang ablaufen, das konnte ich nicht zulassen.
M: Danke, dafür habe ich jetzt Probleme mit drei Männern. – Du schaffst das.
Umgebung und Setting
M: Wieso eigentlich Engelntorf? Ich hätte doch auch in London bleiben können. – Engelntorf ist dein eigentliches Zuhause, du wolltest zu Tante Wilma, schon vergessen? In Engelntorf ist alles ruhig, ein Ort zum Leben.
M: Stimmt. Das ist wirklich wahr. Ich will auch nicht mehr weg. – Dann habe ich ja alles richtig beschrieben. Eben cosy.
M: So richtig einordnen kann man Engelntorf aber nicht. Es gibt Möwen und Wasser und auch gemütliche Gärten. – Ich weiß, ich wollte einen fiktiven Ort, einen, der einfach nur schön ist. Für einen regionalen Krimi hätte ich mich öfter mal im Urlaub befinden müssen und die Gegend genau studieren. Vielleicht mache ich das noch. Einige regionale Krimis, in denen ich mitgeschrieben habe gibt es ja über den Autorenkreis Peiner Land.
Typische Sprache in Cosy Crime Geschichten
M: Wir haben darum auch keinen Dialekt. – Stimmt, außer Herr Patschke, der sagt „Moin“. Für Dialektbücher bin ich noch nicht bereit. Ich liebe Dialekte aber ich kann nur berlinerisch so richtig gut.
M: Hat jeder Charakter seine eigene Art zu sprechen? – Ich hoffe, dass mir das gelungen ist. Denn, wie soll man sonst die Personen auseinander halten?
M: Was denkst du, welchem Autor oder welcher Autorin ähnelt dein Buch? – Ich hoffe, dass ich meine eigene Stimme behalten habe. Ansonsten bin ich ein großer Fan von Agatha Christie. Mit der vergleiche ich mich aber nicht, sondern liebäugele nur mit ihrem Schreibstil.
M: Danke für s Gespräch. Jetzt warten wir sehnsüchtig auf die Veröffentlichung von „Mordlust kennt kein Alter“. Ein Schreibklub ermittelt in einem Pflegeheim, weil ich persönlich verdächtigt wurde, jetzt muss ich kurz schlucken. Ich wurde kurz des Mordes an einer Pflegerin verdächtigt. So geht das nicht. – Warte ab! Das Buch wird bald erscheinen,dann wissen wir mehr.
